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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
dass<=
span
style=3D'font-size:10.0pt'> die Immobilien- und Finanzmarktkrise in den
Viele nahmen wahrscheinlich an, die
Schwäche an den Börsen in Europa am Dienstag sei noch auf die
Hiobsbotschaften um die Schwierigkeiten von IndyMac und den beiden
halbstaatlichen US-Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac
zurückzuführen. Dabei kam das Beben aus dem
wesentlichen näheren Süden Europas. Am spanischen Aktienma=
rkt
waren nämlich an diesem Tag die größten Kursverluste zu
beobachten. Der Ibex 35 verlor im Tagesverlauf bis zu 4=
,4
Prozent auf 10.934,5 Punkte im Tagestief.
Am deutlichsten verloren dabei die Fina=
nz-
und Immobilienwerte. Der Grund für die Schwäche kam jedoch nicht =
aus
den USA, sondern war in einer Meldung zu finden, nach welcher mit dem
spanischen Immobilienkonzern Martinsa einer der Branchenriesen schlechthin =
vor
dem Konkurs steht. Nachdem die Aktien des Konzerns allein am Freitag und Mo=
ntag
insgesamt 50 Prozent ihres Wertes verloren hatten, setzte die spanische
Börse die Papiere am Dienstag vom Handel aus.
Die hoch in der Kreide" stehende
Martinsa-Fadesa mit Sitz in
Lange Zeit hatte man angenommen, dass d=
ie
Wirtschaft und Finanzmärkte Europas wesentlich stärker sind, als der große Bruder"
Wie ich Ihnen bereits vor wenigen Woche=
n an dieser Stelle berichtete, nahm die Rezession in Eur=
opa
mit Dänemark seinen Anfang. Jetzt bestätigt sich zunehmend auch d=
ie
kritische Lage in Spanien. Sorgte hier in den vergangenen Jahren ein gewalt=
iger
Immobilienboom für starkes Wachstum, so zeigen sich inzwischen deutlic=
he
Bremsspuren: Die Stimmungsindikatoren sind eingebrochen, die Arbeitslosenqu=
ote
springt nach oben, der Konsum lässt nach, das Wachstum ist schwäc=
her
als in den vergangenen Jahren und die Zeiten der Haushaltsüberschü=
;sse
sind aufgrund wegbrechender Steuereinnahmen pass", so die F.A.Z."=
.
Immer mehr Analysten, auch die der
Commerzbank, gehen nun davon aus, dass sich
Genau das aber wird von der Mehrzahl de=
r Experten
bezweifelt: Deutschland schlittert nicht in die Rezession, auch wenn die
Gefährdung für die Weltwirtschaft insgesamt größer
geworden ist", sagt Norbert Walter, Chefvol=
kswirt
der Deutschen Bank gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Der Spiegel".=
Er rechne zwar mit einer Abschwäch=
ung
der Wirtschaft, verweist aber auch auf die positiven Aspekte: Die deutsche
Wirtschaft arbeitet inzwischen viel in aufstrebenden Märkten wie Russl=
and,
dem Nahen Osten und den asiatischen Ländern." Das
mache unabhängiger von der Wirtschaftskraft der
Wollen wir hoffen, =
dass es
sich hierbei nicht um simples Schönreden düsterer Fakten handelt.=
Denn eigentlich läuft die deutsche Wirtsch=
aft
derzeit so ganz und gar nicht nach Plan: Der Spritpreis schoss in den
vergangenen Wochen auf über 1,50 Euro pro L=
iter
Benzin.
Und nicht nur Öl und
Benzin sind deutlich teurer geworden: Auch die Preise für Lebensmittel=
und
andere Waren des täglichen Bedarfs steigen seit Monaten. Das macht sic=
h in
der hohen Inflationsrate von derzeit über 3 Prozent bemerkbar und
führt dazu, dass die Verbraucher genau das nicht tun, was sie laut &Ou=
ml;konomen
eigentlich sollen: einkaufen. Das kann auch unserer Wirtschaft auf Dauer ni=
cht
gut tun. Doch selbst dann kann kein Politiker und Wirtschaftsexperte helfen,
dann muss die Wirtschaft tun, was bisher immer getan hat - sie muss sich se=
lbst
regulieren.
Ich wünsche Ih=
nen
einen angenehmen Donnerstag.=
Ihre
Cindy Bach